REGION: Klimamanagement für die regionalen Kirchengemeinden
Seit dem 1. April 2026 gibt es im Evangelischen Kirchenkreis Oderland-Spree erstmals ein Klimamanagement. Die Stelle von Hannes Raßmann und Martin Fritsch wird über die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundes im Rahmen der Kommunalrichtlinie gefördert. In den kommenden zwei Jahren erarbeiten sie ein integriertes Klimaschutzkonzept für den Kirchenkreis. Wenn dieses Konzept von der Kreissynode beschlossen wird, kann sich eine weitere, überwiegend durch Bundesmittel geförderte dreijährige Umsetzungsphase anschließen. Dann sollen die gemeinsam entwickelten Maßnahmen Schritt für Schritt in die Praxis gebracht werden.
Das Klimaschutzkonzept soll ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Erreichung der kirchengesetzlich festgelegten Klimaschutzziele der Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz sein. Es wird konkrete Wege aufzeigen, wie Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen zum Klimaschutz beitragen können. Dabei geht es um Gebäude und Energie, Mobilität und nachhaltige Beschaffung, aber ebenso um natürlichen Klimaschutz, klimapositive und schöpfungserhaltende Landnutzung, regionale Wertschöpfung sowie die Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme.
Wichtig ist den Klimamanagern, dieses Konzept nicht am Schreibtisch zu entwickeln, sondern gemeinsam mit den Menschen in den Gemeinden, mit Ihnen und mit Euch. Viele Kirchengemeinden verfügen bereits über wertvolle Erfahrungen, gute Ideen und ein großes Verantwortungsbewusstsein. Daran möchten wir anknüpfen. In Workshops, Gesprächen und Veranstaltungen wollen wir zuhören, voneinander lernen und Maßnahmen entwickeln, die fachlich fundiert und zugleich praktisch umsetzbar sind.
Darüber hinaus verstehen sie sich als Ansprechpartner für konkrete Fragen aus den Gemeinden. Sie beraten unter anderem zu energetischer Sanierung, nachhaltiger Heizungserneuerung, Photovoltaik, Fördermitteln, klimafreundlicher Mobilität sowie zu Möglichkeiten, kirchliche Land- und Forstflächen so zu nutzen, dass sie gleichzeitig dem Klimaschutz, dem Erhalt der Biodiversität und der regionalen Wertschöpfung dienen. Ein wichtiger Teil ihrer Aufgabe besteht außerdem darin, Menschen und Initiativen innerhalb und außerhalb des Kirchenkreises miteinander zu vernetzen und langfristige Partnerschaften mit Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Kommunen und Politik aufzubauen.

