REGION: Interessengemeinschaft Ostbahn fordert Umsetzung der Ausbau- und Elektrifizierungspläne
Die Interessengemeinschaft Ostbahn (IGOB) begeht heute den fünften Jahrestag ihrer Neugründung durch die „Seelower Erklärung“ am 29. September 2020. Bereits 2006 gegründet, setzt sich die IGOB seit fast zwei Jahrzehnten für die Modernisierung, Elektrifizierung und den Ausbau der Ostbahn ein – einer der wichtigsten Schienenverbindungen im Osten Deutschlands und nach Osteuropa.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Beschlüsse der 54. Regionalkonferenz der ostdeutschen Länder in Anwesenheit des Bundeskanzlers wird erneut deutlich: Der Ausbau und die Elektrifizierung der Ostbahn sind überfällig. Bund und Länder betonen selbst die Notwendigkeit hoher Investitionen in die Schieneninfrastruktur sowie die Verbesserung der grenzüberschreitenden Verbindungen nach Polen und Tschechien.
Besonders unterstrichen wird die Bedeutung der Ostbahn auch durch die Land Brandenburg, das die Strecke per Kabinettsbeschluss ausdrücklich als Entwicklungsachse festgeschrieben hat. Zahlreiche Teilprojekte entlang der Strecke – von der städtebaulichen Entwicklung bis hin zu wirtschaftlichen Investitionen – belegen, dass die Ostbahn längst weit mehr ist als eine Bahnverbindung: Sie ist Motor für regionale Wertschöpfung, Strukturentwicklung und europäische Integration.
Die IGOB fordert daher:
• Vorrangige Elektrifizierung und Zweigleisigkeit auf der gesamten Strecke Berlin– Küstrin/Kostrzyn,
• Beschleunigung der Planungs- und Genehmigungsverfahren,
• Verlässliche Finanzierung durch den Bund zur Auflösung des Investitionsstaus im Schienenverkehr,
• Stärkung der Ostbahn als wichtige Brücke nach Osteuropa für Wirtschaft und klimafreundliche Mobilität,
• Verzahnung mit den Entwicklungsprojekten des Landes Brandenburg, um Synergien entlang der Achse zu heben.
„Die Ostbahn ist Rückgrat und Brücke zugleich – für die wirtschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands, für die Vernetzung mit unseren europäischen Nachbarn und für eine zukunftsfähige, klimafreundliche Mobilität. Der Bund und die Länder haben den Handlungsbedarf klar anerkannt – jetzt müssen den Worten, wie auch den Aussagen im Koalitionsvertrag der Bundesregierung, die notwendigen Taten folgen“, erklärt die Interessengemeinschaft Ostbahn.
Mit Blick auf die Seelower Erklärung von 2020 erinnert die IGOB daran, dass die Forderungen nach einem konsequenten Ausbau der Ostbahn seit Jahren auf dem Tisch liegen. Der Jahrestag ist daher nicht nur ein Anlass zum Rückblick, sondern vor allem ein Auftrag, die Umsetzung endlich entschlossen voranzutreiben.

