REGION: Leuchtturmprojekt des „NetzwerkWasserAgri“ auf dem Waldpferdehof in Dahmsdorf bei Müncheberg

03. 10. 2022

Wassermanagement, insbesondere in der Landbewirtschaftung, ist im trockenen Brandenburg ein immer wichtigeres Thema. Nach den letzten Dürrejahren fehlt der Landwirtschaft vielerorts noch immer das Wasser in der Tiefe, gleichzeitig kann Niederschlagswasser häufig nicht ausreichend gespeichert werden.

 

Hier setzt das Vernetzungsprojekt „NetzwerkWasserAgri“ an. Auf dem Waldpferdehof bei Müncheberg setzt das Netzwerk unter anderem auf das Gestaltungkonzept Keyline Design, um die Wasserhaltefähigkeit der Landschaft und das Mikroklima zu verbessern. Gefördert wird das „NetzwerkWasserAgri“ über den Eu-ropäischen ELER-Fonds. Es ist für das Agrar-Umweltministerium das ELER-Projekt des Monats September.
Die Klimakrise stellt die Landwirtschaft vor erhebliche Herausforderungen – insbesondere bei der Verfügbarkeit von Wasser. Hier sind gut durchdachte Maßnahmen gefragt, um Niederschlagsphasen zu nutzen und mehr Wasser längerfristig in der Landschaft zu halten.

 

Deshalb hat sich das das NetzwerkWasserAgri geründet. Darin zeigen seit August 2021 insgesamt zwölf Akteurinnen und Akteure aus Landwirtschaft und Gartenbau, einer Baumschule, einem Waldgarten-Projekt sowie Natur- und Umweltschutzvereinen in sechs Landkreisen unter Leitung der gemeinnützigen Klimapraxis schon bestehende Lösungen zum sparsamen, intelligenten und nachhaltigen Umgang mit Wasser auf. Bei Vernet-zungstreffen tauschen sie sich aus, auf Feldtagen und in Workshops präsentieren sie Interessierten die Ergebnisse und gewonnenen Erkenntnisse. Bereitgestellt werden diese auch auf der Website www.wasser-retention.de.


Ein Leuchtturmprojekt des „NetzwerkWasserAgri“ entstand auf dem Waldpferdehof bei Müncheberg. Der Hof liegt im östlichen Brandenburg und betreibt auf 50 Hektar hauptsächlich Ackerbau, aber auch eine Solidarische Landwirtschaft (SoLawi) für Gemüse. Der Betrieb liegt in einer der trockensten Regionen Deutschlands und hat sich entschlossen, zur Dürreprävention ein Agroforstsystem im Keyline Design umzusetzen, wodurch mehr Wasser in der Landschaft gehalten werden soll. Das Keyline Design ist ein Gestaltungskonzept, das die Wasserhaltefähigkeit und das Mikroklima entlang sogenannter Schlüssellinien verbessern soll – in diesem Fall durch geplante Gehölzpflanzungen. Dabei werden die natürlichen Gefälle von Hängen genutzt, um Wasser dorthin zu transportieren, wo es gebraucht wird. Gräben ohne Gefälle in Verbindung mit einem Pflanzmuster verhindern den Oberflächenabfluss, so dass Niederschläge bestmöglich versickern. Das Wasser bleibt auf der Fläche, versorgt die Pflanzen und steht für die Grundwasserneubildung zur Verfügung.

 

Erstellt wurde das Design vom Keyline-Planer Dr. Philipp Gerhardt. Nachzuschauen ist das Projekt im Videoclip.

 

Auch der Waldgarten in Rehfelde und der Hof Apfeltraum sind am Projekt beteiligt.

 

Quelle: MLUK

https://mluk.brandenburg.de
www.agrar-umwelt.brandenburg.

 

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