REGION: Reichenwalde als Landmusikort 2026 ausgezeichnet

29.​06.​2026

Der Deutsche Musikrat (DMR) und der Bundesmusikverband Chor & Orchester (BMCO) zeichnen insgesamt 13 Gemeinden als Landmusikorte 2026 aus. Die prämierten Kommunen sind geprägt von einem besonders vielfältigen, ehrenamtlich und professionell getragenen, innovativen und kreativen Kulturleben und sind als lokale Leuchtturmprojekte strahlende Vorbilder für das Musikgeschehen in Deutschland. Neben zehn Förderpreisen wurden drei Bundespreise an Kommunen im ländlichen Raum vergeben:
 
1. Bundespreis: Stadt Ehrenfriedersdorf (Sachsen)
2. Bundespreis: Gemeinde Reichenwalde (Brandenburg)
3. Bundespreis: Stadt Hirschau (Bayern)
 
Die Gemeinde Reichenwalde (Brandenburg) überzeugte die Jury mit einem vielfältigen, inklusiven und kooperativ gestaltete m Angebot musikalischer und kultureller Aktivitäten. Nach ihrer Rückkehr in die Heimat rief die Violinistin der Berliner Staatsoper, Henny -Maria Rathmann, die „Kulturscheune“ ins Leben, in der regelmäßig öffentlich zugängliche Veranstaltungen stattfinden (Förderung LEADER). Der Kinder - und Kirchenchor der evangelischen Kirchengemeinde, der Förderkreis „Vielfalt unterm Dach“, der Posaunenchor sowie der Heimat - und Kult urverein tragen mit ihren Aktivitäten zu einem lebendigen und geselligen Miteinander bei. In den Wohnstätten der karitativen Hoffnungstaler Stiftung Lobetal finden jährlich Konzerte für die und mit den dortigen Bewohner*innen statt. 
 
Die zehn Gewinner der Förderpreise sind: Ortsgemeinde Becherbach bei Kirn (Rheinland-Pfalz), Stadt Crivitz (Mecklenburg-Vorpommern), Stadt Eibenstock (Sachsen), Gemeinde Gerstetten (Baden-Württemberg), Gemeinde Ilmtal-Weinstraße (Thüringen), Stadt Isselburg (Nordrhein-Westfalen), Gemeinde Lütjensee (Schleswig-Holstein), Gemeinde Oberthal (Saarland), Gemeinde Scheeßel (Niedersachsen) und die Stadt Bad Sooden-Allendorf (Hessen).
Bewerben konnten sich nur Orte mit maximal 12.000 Einwohner*innen, die in die Kategorien „eher ländlich“ oder „sehr ländlich“ des Thünen-Instituts fallen.
 
Die drei Bundespreise sind mit 18.000 Euro (1. Preis), 10.000 Euro (2. Preis) und 6.000 Euro (3. Preis) dotiert, die zehn Förderpreise umfassen jeweils 2.000 Euro. Diese Preisgelder sollen für weitere Projekte der Amateurmusik oder für die Zusammenarbeit zwischen Profi- und Amateurmusik eingesetzt werden und neue Initiativen anstoßen.
 
Prof. Lydia Grün, Präsidentin des Deutschen Musikrats, freut sich über die große Resonanz auf dieses Projekt: „Kulturelles Engagement im ländlichen Raum verdient besondere Aufmerksamkeit. Mit viel Leidenschaft, Kreativität und oftmals ehrenamtlichem Engagement entstehen dort musikalische Projekte, die Gemeinschaft stärken und Kulturelle Vielfalt lebendig halten. Der Preis ‚Landmusikort des Jahres‘ würdigt genau diese wichtige Arbeit: Er macht kulturelle Initiativen und ihre Vernetzung sichtbar und gibt wertvolle Impulse für ihre Weiterentwicklung. Allen ausgezeichneten Landmusikorten gratulieren wir herzlich – verbunden mit großem Dank für ihren Einsatz.“

 

Die LAG Märkische Seen freut sich über die nachhaltige Wirkung der eingesetzten Förderung und gratuliert allen Beteiligten!
 
Weiterlesen:
– Hintergrundinfos zu den einzelnen Landmusikorten: PDF
https://bundesmusikverband.de/landmusikort/