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REGION: Ein neues Leitbild für den Kirchenkreis Oderland-Spree
22.05.2026Wenn die Welt und die Kirche sich ändern, suchen wir in den Kirchengemeinden und im Kirchenkreis nach Orientierung. Was ist wichtig? Worum müssen wir uns kümmern? Und was hat vielleicht seine Zeit gehabt? Was können und müssen wir aufgeben? Wo setzen wir die Prioritäten? Und am Ende sogar: Wer sind wir?
Um diese Fragen allgemein zu beantworten, formulieren Institutionen und Organisationen auch in der Kirche Leitbilder. So hatte der Kirchenkreis Oderland-Spree vor seiner Neubildung im Jahr 2012 ein Leitbild erarbeitet, bei dem das gegenseitige Kennenlernen und die Stärkung der Gemeinschaft untereinander im Vordergrund standen. Der Titel hieß damals "Gemeinsam unterwegs mit Gott und den Menschen".
Seitdem hat sich einiges geändert, und so hat der Kirchenkreis Oderland-Spree das neue Leitbild bei der konstituierenden Sitzung der Kreissynode am 18. April mit großer Mehrheit verabschiedet. In den kommenden Wochen und Monaten soll es nochmals in den Arbeitsbereichen und in den Kirchengemeinden besprochen werden, nun vor allem unter der Fragestellung: Was folgt aus dem Leitbild für unser Leben und unseren Dienst als Kirche in der Region? Darüber soll dann auch bei den Kreissynoden im Herbst und im kommenden Frühjahr weitergesprochen werden. Dafür wird aktuell eine auch graphisch ansprechende Fassung erstellt.
Aber was steht denn nun im Leitbild?! Sein Titel lautet: "Evangelisch in Ostbrandenburg - mit Gott bei den Menschen". Gleich der erste Leitsatz stellt das Leben mit Gott und die Einladung dazu in den Mittelpunkt - vor aller "Arbeit" für andere steht unsere eigene Beziehung zu Gott, die wir in vielfältiger Weise leben und die unsere Leben erfüllt. Aus dieser Kraft wollen wir dann die Aufgaben angehen, zu denen Gott uns ruft. Sie lauten im Leitbild unter anderem: "Menschen zusammenbringen", "Für andere einstehen" und "Raum bieten". Schließlich ermutigt das Leitbild unter der Überschrift "Aufeinander achten" ausdrücklich dazu, angesichts einer kleinen werdenden Kirche Prioritäten zu setzen, Zeiten für Sammlung und Erholung zu schaffen und nicht an allem festzuhalten, was früher gut und wichtig war, aber jetzt vielleicht nicht mehr sinnvoll ist - sei es das Festhalten an bestimmten Veranstaltungen oder Gebäuden.